Vor kurzem erreichte mich eine Anfrage, ob denn nicht das NetApp-Monitoring auch über die SNMP-Traps möglich sei. Der Ansatz erschien mir ungewöhnlich doch gerade deswegen wollte ich der Sache auf den Grund gehen. So hielt ich zunächst einmal Rücksprache mit meinem Kollegen Christian Rusa. Des längeren Telefonates kurze Zusammenfassung lautet in etwa so: SNMP-Traps waren noch nie für die laufende Überwachung oder gar Aufzeichnungen zur Trendanalyse gedacht. Auf Grund ihrer Natur,  aktive Meldungen des zu überwachenden Systems zu sein, bekommen wir bei Systemausfall keine Traps mehr. Es muss also das Monitoringsystem erst einmal auf Grund des Ausbleibens von Meldungen die richtigen Schlüsse ziehen. Die große Frage, sollte man sich dennoch dazu entschliessen diesen Weg zu gehen: Kann das zu  überwachende System überhaupt regelmäßig Traps senden?

In der Praxis ist es dann oft so, dass ein System sich sang- und klanlos verabschiedet und wenn der zugrundeliegende Fehler dann endlich erkannt und behoben ist  so dass das System wieder hochfährt, dann versendet es frisch fröhlich jene Traps, die es ausfallsbedingt zuvor nicht mehr losgeworden ist.

Diese grundlegenden Probleme von Traps kommen zu den SNMP-spezifischen Schwierigkeiten wie in dem Artikel “Monitoring NetApp: SNMP vs. NetApp API” beschrieben noch hinzu. Ich habe daher darauf verzichtet, noch genauer nachzuforschen, inwieweit die komplexe NetApp-Technik durch definierte Traps abgedeckt wird.