Folgende Frage hat mich erreicht:

Wenn wir es richtig verstehen lt. Blog-Eintrag und microdelta_example.cfg überschreibt der Parameter
--delta=10 [--tolerance=5]
das für einen Getter gesetzte Intervall (z.B. 3min), indem er innerhalb von den 3 Minuten 2x Daten sammelt im Abstand von 10s?!

Das ist so nicht richtig. Der Schalter --delta definiert in Verbindung mit --tolerance für den Check, welche zwei Datensätze (=”Calls”) er aus dem Store rausfischt bzw. welches zeitliche Delta zwischen diesen Datensätzen existieren muss. Wenn die zu dem delta passenden Datensätze im Store nicht vorhanden sind, gibt der Check UNKNOWN zurück.

Wie die Calls in dem zum delta passenden Abstand in den Store kommen definieren Sie beim Getter. Entweder indem sie diesen oft genug (definiert über das intervall der Nagios-Konfiguration) aufrufen. Das wäre bei einem 10 Sekunden Delta schon sehr oft und hätte eine ordentliche Laststeigerung zur Folge.

Oder eben – und das ist das Neue dabei – indem Sie die Variable für die Microdeltas wie in dem Blogeintrag beschrieben auf 10 setzen. Dann holt sich der Getter bei jedem Aufruf gleich zwei mal die Daten ab – mit einem Delta von 10 Sekunden dazwischen.

Beispiel:

Wenn wir ein 3 Minuten intervall beim Getter und ein MICRODELTA von 10 Sekunden annehmen, haben Sie im Store bald Calls mit diesen Zeitstempeln:


Call0: 10:00:00
Call1: 10:00:10
Call2: 10:03:00
Call3: 10:03:10
...

Wo ist der Vorteil gegenüber dem Aufruf des Getters alle 10s? Nachteil dabei wäre eine ordentliche Laststeigerung.

Ja genau und der Vorteil ist dass diese Laststeigerung eben nicht passiert.

Wie kann man kontrollieren, ob es greift? In den store-Dateien oder im RRD?

In den Storedateien die man sich im Getter mit --explore=calls ansehen kann.