Mitunter kann  es vorkommen, dass man den einen oder anderen Zähler (Counter) vom Filer gar nicht abholen will. Das kommt nicht oft vor. Es gibt aber zumindest zwei Fälle in denen das Ausschließen eines Zählers notwendig oder zumindest sinnvoll ist:

  1. Wenn, wie unsere Tests nach der Erweiterung des  Check PerfDisk um den read_ops und write_ops-Counter gezeigt haben, es diese auf einer älteren DataONTAP Version noch nicht gab, müssen sie ausgeschlossen werden, damit der Getter seine Arbeit abschließen kann. (Der Getter würde sonst einen Counter, den DataONTAP nicht kennt, vom Filer anfordern.)
  2. Wenn es sehr viele Instanzen eines bestimmten Objektes gibt, kann die Reduktion um mehrere, nicht benötigte Counter die Last und damit die Laufzeit des Getter-Skripts reduzieren. In Frage kommt dafür eigentlich nur das disk-Objekt, da es in einem Filer vor allem eine relevante Anzahl an Festplatten geben könnte. Von alle anderen Objekten (volumes, aggregate, …) sind meist so wenige am Filer vorhanden, dass es nahezu egal ist, vielviele Counter je Instanz abgeholt werden.

Die Syntax ist an den bereits von den Checks bekannten Schalter ‑‑exclude|‑X angelehnt. Er kann mehrfach gesetzt werden und jeweils eine Regex übergeben bekommen. In der Hilfe zum PerfDisk Check finden Sie Beispiele. Eines davon greife ich hier heraus:

get_netapp_perfdata.pl -H filer_812 -o disk -X '.*ops$'

Damit können Sie  Daten von einem 8.1.2 Filer abzuholen, der die neuen Counter read_ops und write_ops nicht kennt. Falls Ihnen die regex-Sytax zu kryptisch ist, geht das auch so:

get_netapp_perfdata.pl -H filer_812 -o disk -X read_ops -X write_ops

Sollte es jemals einen Counter extra_read_ops geben, wäre dieser von der obigen Konfiguration natürlich auch betroffen. Daher wäre die 100%ig saubere Syntax um genau diese beiden Counter (read_ops und write_ops) auszuschliessen diese hier:

get_netapp_perfdata.pl -H filer_812 -o disk -X ^read_ops$ -X ^write_ops$

Gleichbedeutend wäre das mit:

get_netapp_perfdata.pl -H filer_812 -o disk -X ^(read_ops|write_ops)$

Abhängig von der Shell können einfache Hochkomma oder Backslash nötig werden.